Tag der Besorgungen

Heisser SchlittenNach dem Aufstehen und einem Frühstück in unserer Casa Partikular hatte Peter, der schon seit Donnerstag auf Kuba war, seinen Kumpel Raul zu uns bestellt, um uns durch die Stadt zu fahren. Da unser Gepäck ja erst am Abend ankommen sollte, hatten wir einige Dinge abzuarbeiten. Eine neue Zahnbürste wollte ebenso besorgt werden, wie Bier und neue Schläppchen für Alex. Die Neuigkeit des Morgens war, dass Anne und Holger mit dem nächsten Flugzeug nachkommen würden. Sie mussten zwar Umbuchen und eine Nacht in Madrid verbringen, aber alles war besser als den Urlaub abzubrechen.

Raul brachte uns also zunächst zum ATM, wo wir unsere Kreditkarten ausprobieren konnten und tatsächlich hat alles wunderbar funktioniert. Ich habe den Höchstbetrag von 200 CUCs abgehoben und der Automat spuckte einen riesigen Stapel 5er aus – super. Mit dem frischen Bargeld ausgestattet ging es dann in einen Supermarkt am Malecon, wo unsere Tagesbedürfnisse aufgefrischt werden konnten. Der Wasserschalter war allerdings geschlossen und so mussten wir auf den Erwerb jenes Durstlöschers verzichten. Zur Erfüllung der Schläppchen-Mission brachte uns Raul direkt nach Havanna-Vieja, die Altstadt. Hier herrscht ein reges und geschäftiges Treiben. In den schachbettartig angelegten Gässchen gibt es viele Geschäfte und Cafes. Vor dem Laden der Telekommunikationsbehörde bildete sich bereits eine lange Schlange. Hier erwirbt man wohl die Internetkarten. Die wichtigen Geschäfte für Alex hatten jedoch noch geschlossen und so begaben wir uns in ein Cafe um etwas zu trinken. Als die Läden dann um 12.30 Uhr öffneten konnte Alex dann endlich ihre Schläppchen besorgen. Unser Kumpel Raul zeigte uns danach eine kleine Markthalle, wo wir an einer Theke ein Bierchen zu uns nahmen, während die Leute sich anstellten, um Eier zu kaufen. Auf dem Rückweg kamen wir an einem Restaurant vorbei, in dem eine Salsa-Band zum Tanz aufspielte. Wir beschlossen, dort noch zu verweilen und etwas zu essen. Ich hatte einen Cubana-Sandwich, der reichlich mit Schinken belegt war – lecker!

Gegen vier waren wir zurück in unserer Casa Particular, wo wir den Rest des Tages mit einem kleinen Schläfchen und dem langen warten auf Anne, Holger und unser Gepäck verbrachten. Um kurz vor zwölf fuhr dann endlich ihr Taxi vor und die beiden hatten auch unsere Rucksäcke dabei. Juhu – dann kann der Urlaub ja endlich losgehen.

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