Der erste echte Urlaubstag

Der StrandDa wir gestern noch einige Zeit auf dem Balkon zusammen verbracht haben, sind wir erst so gegen neun aufgestanden. Der Handwerker hat uns geweckt, der im Zimmer von Anne und Holger das Mobiliar aufbrezelt. Nach dem Frühstück kam Raul, um uns zu einem Strand zu bringen, der ca. 20 Kilometer außerhalb von Havanna liegt. Mit fünf Personen zwängten wir uns in seinen 20 Jahre alten Wagen mit der kaputten Kupplung. Nach etwa einer dreiviertel Stunde kamen wir dort an. Da das vor-sich-hin-oxidieren in der Sonne nun wirklich nicht mein Ding ist und die Umgebung wohl nichts hergab, um dort ein wenig herumzulaufen, beschloss ich direkt wieder zurück zu fahren, um mich in Havanna zu verlustieren. Raul brachte mich zurück zur Casa de Auralia, wo ich mir festes Schuhwerk anzog und mich mit Karte und Kompass auf den Weg machte. Hier in der nähe liegt der Plaza de la Revolution also bin ich erst einmal dorthin gestiefelt. Südlich des großen Platzes liegt das riesige Monument für Jose Marti, dem Nationalhelden Kubas, welcher im ersten Gefecht des zweiten Unabhängigkeitskrieges nach fünf Minuten vom Pferd geschossen wurde und somit zum Märtyrer avancierte. Im Sockel des Denkmals gibt es ein Museum, welches klimatisiert ist und daher war es mir den einen CUC wert, der den Eintrittspreis darstellte. Nach der intensiven Besichtigung der Ausstellung fand ich an der Rückseite eine kleine Bude, an der man einen Kaffee bekommen konnte. Hier beschloss ich noch ein wenig zu verweilen, bevor ich mich weiter auf den Weg machte.

Ich umrundete das große Areal, welches sich nördlich an den Plaza anschließt. Mit dem Ministerium für Kommunikation, an dessen Fassade das Konterfei Che Guevaras prangt. Nach einiger Zeit des Umherlaufens war ich dann ob der Hitze so K.O., dass ich beschloss, zur Casa zurückzukehren. Später kamen auch die anderen zurück und wir wollten noch etwas essen gehen. Wir begaben uns zu einem Einkaufszentrum in der Nähe. Hier war aber leider bereits alles geschlossen. Nur ein kleiner Burger-Laden an der Ecke hatte noch auf. Hier gab es den wohl schlechtesten Hamburger der Welt. Nur der Hunger konnte ihn hineintreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert