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Der erste Gang des Tages führte uns zur Bank, mit der Feststellung, dass hier zwar meine Visa-Karte, nicht aber Alex Master-Karte am Automaten funktioniert. Alex hat noch mehrere Banken ausprobiert, es bleibt aber hier nur die teure Möglichkeit der direkten Barauszahlung. Allerdings nicht mehr am selben Tag, da der entsprechende Automat kaputt war.
Nach einer Tasse Kaffee sind wir dann zum Tauchladen und haben hier vier Tauchgänge gebucht. Morgen gibt’s die ersten zwei des Urlaubs. Eine SMS erreichte Alex, dass Anne und Holger bereits am Flughafen wären um zurück nach Hause zu fliegen. Uns ist das recht unverständlich aber wenn die beiden meinen es wäre besser so, sollen sie es machen.
Gegessen haben wir dann bei „Super Machi“, einem Streetfood-Laden, wo man für wenige CUP´s, die wir mittlerweile haben, einen exzellenten Fisch bekommen kann, mit reichhaltiger Reis und Bohnen-Beilage.
Am Nachmittag sind wir dann noch mal los zum WIFI-Punkt. Den es hier in einem Einkaufszentrum gibt. Das Internet hier ist jedoch so überlastet, dass ans bloggen nicht zu denken ist. Zu alledem muss man Internet-Karten kaufen, die jeweils nur für eine Stunde lang gültig sind. Also ein sehr mühsames unterfangen.
Den Abend haben wir am Lai Lai Restaurant ausklingen lassen, wo man sehr leckere Spaghetti für nur 3.75 CUC bekommt.
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Unsanft wurden wir von Abdel geweckt, denn wir waren um sieben Uhr mit Victor, unserem Fahrer, verabredet, der jedoch schon 20 Minuten zu früh vor der Tür stand. Wir packten in Windes Eile unsere sieben Sachen und beluden den Wagen. Während dessen schüttete ich mir schnell zwei Tassen Kaffee in die linke Herzkammer, in der Voraussicht, dass es wohl erst viel später einen Weiteren geben würde. Die Rückfahrt nach Havanna dauerte nicht ganz so lange, da zwischendurch keine Pause gemacht wurde.
Noch am Vormittag waren wir bei Raul. Dort gab es zunächst ein Frühstück, bei andauernder Diskussion, was denn nun als nächstes zu tun wäre. Wir einigten uns auf Varadero als Bestimmungsort. Alex und ich stiefelten dann los, um an der Busstation nach Möglichkeiten der Weiterfahrt zu fahnden. Allerdings fahren ab dort nur jene Busse, die für die Einheimischen sind. Wir Touristen müssen die teuren nehmen. Also sind wir kurzerhand an die Ecke mit den Taxen gelaufen. Und hatten einen Fahrer organisiert, mit dem wir dann die anderen abholen wollten. In der Zwischenzeit hatten die aber auch einen Fahrer organisiert. Und so musste unser Fahrer nun besänftigt werden, da er ja nun keine Fahrt mehr hatte – natürlich mit Geld.
Also alle rein in den Wagen und ab nach Varadero. Dort ließen wir uns zur ersten Casa Partikular bringen, die im Lonely Planet aufgeführt war. Diese war jedoch bis September ausgebucht. Die Betreiberin nannte uns aber ein Hotel, welches recht preisgünstig wäre. Dort fragten wir nach aber 125 CUC pro Nacht fanden wir nicht wirklich günstig uns so ließen wir uns von der Frau an der Rezeption eine Casa empfehlen. Als wir dort ankamen war der Chef schon voll. Doch sein Assistent zeigte uns die Zimmer. Bei Anne und Holger entbrannte ein plötzlicher Streit und beide zogen es vor, in das teure Hotel zu gehen, stiegen in den Wagen und fuhren Weg. Wir drei Übriggebliebenen bezogen das „schönste“ Zimmer, und orientierten uns noch ein wenig in der Umgebung und fanden die erste Streetfood-Bude des Urlaubs. Pollo Frito war das Gericht des Tages. Dann schlenderten wir noch ein wenig am Strand entlang und entdeckten ein chinesisches Restaurant mit Ausschank, wo wir den Sonnenuntergang genossen.
Nachdem der gestrige Kneipenabend länger ausgefallen war als geplant, konnten wir unsere Weiterfahrt nicht mehr am selben Tag organisieren. Und so versuchten wir zumindest für den nächsten Tag Tickets zu bekommen. Vor dem Ticketschalter sprach uns ein Tour-Organisator an, der uns mitteilte, dass der Bus für den Folgetag bereits voll sei. Ich glaubte ihm natürlich kein Wort. Als wir zum Schalter wollten drängelte er sich vor und sagte etwas auf unverständlichem Spanisch zu dem Mann am Schalter, der uns daraufhin erklärte, dass der Bus für drei Tage ausgebucht wäre. Was für eine Mafia! Der wollte uns also zwingen, das teure Taxi von ihm zu kaufen. Unverrichteter Dinge zogen wir wieder ab, um von unserer Unterkunft unseren ehemaligen Fahrer Victor anzurufen. Der kommt dann auch morgen um uns nach Havanna zurück zu bringen.
Als wir überlegten, uns noch an diesem Tag eine Tour zum Strand zu gönnen, stand plötzlich der Typ vom Busterminal in unserer Casa Partikular, mit all seinem Verkaufszeug. Bei dem haben wir natürlich nix gebucht. Stattdessen haben wir uns im Hotel auf dem Berg an den Pool gelegt und dort den Tag verbracht.
Nach einer lang andauernden Diskussion, wohin und warum wir dorthin wollten, die aber zu keinem Ergebnis führte, bestellten wir dann doch ein Taxi, um uns die Sehenswürdigkeiten der Umgebung anzuschauen.
Die erste Station war die Cueva de los Indios, die im Reiseführer als Tour über einen unterirdischen See beschrieben wurde. Am Eingang kaufte man sich ein Ticket, und musste dann fünf Minuten vor einer Bude warten, wo es Rum mit Zuckerrohrsaft zu trinken gab. Erst als die Reisegruppe vor uns weiter ging durften wir uns auch anschließen. Zum Eingang der Höhle selber führte eine Treppe, auf der ein einsamer Mariachi das Lied „Cielito Lindo“ zum Besten gab. In der Höhle führte ein Pfad zu einer Menschenschlange, an der man sich anstellte, um in eines der Boote gelassen zu werden. Nach ca. 20 Minuten waren wir dann an der Reihe. Wir stiegen mit vielen anderen Touristen ein und schon ging die Fahrt los. Der Steuermann zeigte mittels eines Laserpointers auf diverse Felsformationen, in denen angeblich verschiedene Figuren zu sehen waren. Fünf Minuten später war die Fahrt auch schon wieder vorbei. Am Ausgang gab es wieder Rum.
Die nächste Station war eine weitere Höhle, in der sich angeblich entflohene Sklaven versteckt hielten. Man zahlte seinen Obolus in einem Restaurant und durfte die, nur 150m lange Höhle betreten. Auf dem Weg waren einige Steinskulpturen von Schlangen und Spinnen versteckt. Am Ausgang versuchten Schauspieler einen zu erschrecken, indem sie einen mit einem langen Grashalm eine Schlange imitierten. Hat dann auch geklappt und sogleich wollten die Leute Trinkgeld haben. Tja, wenn du Trinkgeld willst – erschreck mich nicht! Der Rückweg zur Bar verläuft dann außen herum. Als wir zum Restaurant zurück kamen, gab es Rum mit O-Saft.
Als nächstes ging es zu einem Bauernhof, auf dem Tabak angebaut wurde und uns ein Vortrag über den Prozess der Zigarrenproduktion gehalten wurde, der wirklich interessant war. Vor Publikum wurde eine Zigarre gerollt und sofort wurden Pakete zum Verkauf angeboten.
Dann ging es zur prähistorischen Höhle, wo ein riesiges Gemälde auf eine Felswand gepinselt ist. Wir durften ein Foto machen und fuhren wieder.
Letzte Station war ein Hotel, von wo aus man einen tollen Blick über das ganze Tal hat. Die Fotos mussten schnell gemacht werden, da sich ein mächtiger Regenguss ankündigte. Danach ließen wir uns in einem Restaurant nieder, bis der Regen vorbei war. Für den Tag hatten wir genug vom Touristen-Nepp.
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Auralia, unsere Herbergsmutter hatte uns ein Taxi nach Vinales organisiert, welches und von Casa zu Casa bringen sollte, zum Preis von 15 CUC pro Person. Viktor, unser Fahrer war schon früher als erwartet vor Ort. Die Schüssel, die uns fahren sollte, war eine jener 50er Jahre Karren, die hinter sich öligen Rauch ausspie. Der Motor wurde auch bis nach Vinales nicht mehr abgestellt. Scheinbar aus Gründen der Sicherheit, da er sonst wohl nicht mehr zu starten war. Wir verluden unser Gepäck und die Fahrt, welche ca. drei Stunden dauern sollte, ging los. Als wir Havanna hinter uns gelassen hatten Fuhren wir auf einer dreispurigen Autobahn, auf der schein bar auf allen Spuren überholt werden darf. Der Fahrer zwang sein Fahrzeug auf Höchstgeschwindigkeit (von ca. 80 km/h), wobei es immer mal wieder seitlich ausbrach, da die Spurstange wohl schon wegoxidiert war. Es gab zwei Pausen, eine an einer Kaffeebar, und eine an einer Tabakfarm, wo direkt eine Verkaufsveranstaltung für die hiesigen Produkte präsentiert wurde, auf deren Erwerb wir jedoch verzichteten.
Viktor brachte uns zu jener Casa Particular, welche Auralia für uns gebucht hatte. Nach einer kurzen Besichtigung entschieden wir uns dann für den Laden gegenüber. Abdel unser neuer Herbergsvater verkaufte uns auch sogleich ein opulentes Mahl für den Abend, welches wir auch nach einigem Ausruhen und einem kleinen Stadtrundgang Serviert bekamen. Es gab Langusten, Hähnchen mit Reis und Bohnen und war wirklich gut.