
Irgendwie sind wir heute etwas spät aufgestanden. Nach dem Frühstück in unserer Casa sind wir zunächst zur Immigration gelaufen, die sich unweit von unserer Unterkunft befindet. Leider war dort eine so lange Schlange, dass wir nicht mehr mit einer zügigen Bearbeitung rechnen konnten, also verschoben wir die ganze Aktion auf den nächsten Tag und streiften noch ein wenig durch die Stadt, um die Touristenbüros aufzusuchen und herauszufinden, wie wir von hieraus am besten weiterreisen oder welche Ausflüge man so machen kann. Dabei stellte sich heraus, dass der nahegelegene Wasserfall zur Zeit renoviert wird, dass man zum Strandort Guardalavaca am Besten mit einem Kollektivtaxi einen Tagesausflug macht und dass es keine direkte Verbindung zu unserem nächsten Reiseziel Baracoa gibt. Na toll, diese Probleme lösen wir dann morgen.
Die Mittagshitze überstanden wir in unserem Zimmer, bevor wir uns am Abend noch einmal auf den Weg machten, um den nahegelegenen Hügel zu erklimmen, der einen tollen Blick auf die Stadt versprach. Hinauf führen 450 Stufen. Eine Anstrengung, die sich aber tatsächlich lohnt. Zum Glück gab es oben eine Bude, wo man Wasser kaufen konnte.
Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar Besorgungen und so bekam ich auch neues Shampoo, welches mir schon vor zwei Tagen ausgegangen ist. Duschgel ist hier so teuer, dass ich es bevorzuge, mich wieder mit Seife zu waschen, die hier von den Casa-Particulars bereit gestellt werden. Danach gab es noch eine Pizza in einem kleinen Restaurant auf dem Weg, bevor wir den Abend auf unserem Zimmer ausklingen ließen.
Nachdem wir den ganzen Vormittag in unserer Casa verbracht haben, wurden wir um halb eins von dem Taxi abgeholt, welches unsere Casa-Mutter am Abend zuvor bestellt hatte. Dieses brachte uns zur Busstation. Artig stellten wir uns in die Reihe zum Checkin und warteten. In der Schlange tat sich nicht viel, bis fünf Minuten vor Abfahrt immer noch nichts passierte. Alex kümmerte sich ums Gepäck, während ich die Schlange ignorierte und im Büro sehr nachdrücklich die Bearbeitung meiner Anfrage forderte. Es half auch und war nun wirklich auf den letzten Drücker. Zwei Minuten später kam der Bus an, unser Gepäck wurde verlanden und wir nahmen unsere Plätze im Bus ein. Allerdings dauerte es dann doch noch einige Zeit bis zur Abfahrt, denn eine ganze Familie wollte noch mitfahren, die keine Tickets hatte, da man ihnen erzählt hatte, sie bräuchten nur eine halbe Stunde vor Abfahrt da zu sein und könnten dann bezahlen. Tja – Kuba halt!